Trennung kann viele Bedeutungen für eine Beziehung haben. Oft ist das für den einen eine tiefe Erschütterung, für den anderen möglicherweise ein Neubeginn. In den meisten Fällen scheint es sinnvoll, sich mit den Gründen auseinander zu setzen. Im Rahmen einer „Therapie“ oder besser Begleitung ist es möglich, eine Gesprächsbasis zu finden, auf der Vergangenes, Ereignisse und Hindernisse besprechbar gemacht werden können.  -Sofern beide Seiten das Gespräch wollen und vielleicht sogar suchen.

Gegenwärtig wichtig erscheint auch die Frage, welche Auswirkungen hat die Trennung und auf wen? Oft sind auch Kinder von einer Trennung betroffen. Einen prktischen und vernünftigen Umgang mit diesem Thema zu finden verlangt Geduld und nicht selten Einsicht und stellt beide Seiten vor großen Herausforderungen.

Der Abschied von der Vorstellung des Gemeinsamen ist der Beginn einer neune Lebenssituation. In dieser Übergangsphase kann auch eine begleitende Psychotherapie im Einzelsetting hilfreich sein, bei der Frage, wie geht es weiter. Ist eine Trennung mit negativen Gefühlen besetzt, verstellt das den Blick auf das, was vor einem liegt und die Zuversicht, alles „gut meistern“ zu können.

Sich „gut zu trennen“ ist allerdings für beide ein Gewinn. Grundlage dafür ist nicht zwingend das Verständnis des anderen, sondern die Bereitwilligkeit, die Sicht und Emotionalität des jeweils anderen hören zu wollen, die Unterschiede in der Wahrnehmung der Situation stehen zu lassen und so Anerkennung zu zeigen. Dies ist nicht gleichbedeutend mit Einverständnis, sondern mit der Annahme, dass Veränderung zum Leben gehört.